die mein Blog lesen. Wenn alles nach Plan gelaufen ist, dann sitze ich gerade im Zug Richtung Elbsandsteingebirge. Dort werde ich die nächste Woche auf dem Malerweg entschleunigen. Auf einer 112km langen Wanderstrecke, die schon Kaspar David Friedrich zu obigen Bild inspiriert hat.
Ich kann zwar ungefähr so gut malen wie ein zwei drei jähriges Kind, das Red Bull getrunken hat aber wer weiß schon wie mich die Muse küssen wird.
Bisher habe ich jedenfalls nur gutes über die Strecke gehört und bei Kollegen gelesen.
Da ich meine Nachbarn nicht überreden konnte so lange mein Blog zu pflegen, wird hier bis zu meiner Rückkehr nicht all zu viel passieren. Ich bitte dies zu entschuldigen.
Brasil 9000 – Einmal durch Brasilien ohne motorisierte Hilfe
Die beiden Abenteurer Aaron Chervenak & Gareth Jones starten in Kürze zu einer Expedition durch das fünft größte Land der Erde. Vom nördlichsten Punkt, dem Monte Cubaraí, an der Grenze zu Venezuala und Guyana bis hinunter nach Chuí an der Grenze zu Urugay.
Mit reiner Muskelkraft, wollen sie die 9000 km überwinden. Mit dem faltbaren Kayak auf den Strömungen des Amazonas, zu Fuß durch das Caatinga Hinterland und mit dem Fahrrad die Küste entlang Richtung Süden.
Die Reise wird sie durch dichten Dschungel, indigene Territorien, entwaldete Landstriche, verlassene Strände durch Industriehäfen, Fischerdörfer und Megametropolen führen.
Es wird also einiges zu berichten geben. Fort- und Rückschritte, Triumphe und Debakel, Krisen und Kuriositäten kann man zukünftig auf ihrer Webseite brasil9000.com nachlesen.
Und zur Einstimmung haben sie schonmal dieses stimmungsvolle Video für uns gedreht.
awesomatik hält solange die Stellung im weltweiten Gewebe und wünscht viel Erfolg!
Als Kind habe ich die fanzösischen Comics über die Abenteuer von Meeresforscher Jaques-Yves Cousteau verschlungen. Er war damals auf dem legendären ForschungsschiffCalypso unterwegs.
Doch diese Zeiten sind vorbei. Heutzutage muss es schon eine Nummer futuristischer sein.
Und so berichtet mein Freund Richard Branson heute auf seinem Blog, dass der Baustart der Seeforschungsstation Seaorbiter unmittelbar bevorsteht. Sie soll der Erforschung der Weltmeere und des Klimawandels dienen.
Das futuristische Gefährt hat eine Gesamthöhe von 51 Metern, wovon sich 31 Meter unter Wasser befinden. Wie ein gigantisches Seepferdchen treibt die Station mit der Strömung. Initiator ist der französische “Unterwasserarchitekt” Jaques Rougerie.
Ausführliche Informationen auf seaorbiter.com und in folgendem Clip. Faszinierend!
Ich war letzte Woche im Schwimmbad und habe todesmutig einen Vorwärtssalto vom Dreier gemacht. Dynamischer Absprung, gekonnte Drehung….. Orientierung verloren, überdreht und schräg mit dem Kopf auf die Wasseroberfläche geknallt, dass die Glocken geläutet haben. Ich konnte mich gerade noch so zum Beckenrand retten. Natürlich habe ich mir nichts anmerken lassen. Mein Nacken tut mir eine Woche später aber immer noch weh.
Ein Video davon gibt es leider zum Glück nicht. Dafür präsentiere ich euch hier einen spektakulären Clip von der aktuellen Cliff Diving World Series 2012.
Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie die Schmerzen potenziert werden, wenn man sich dabei einen Fehlsprung erlaubt.
Die Jungs springen aus 27 Metern Höhe! Nach Adam Ries(e) fast dreimal so hoch wie der Zehner. Ein hoher in-die-Badehose-mach Faktor also! Ich würde mich nicht mal in die Nähe der Absprungplattform trauen.
Nach dem härtesten Pferderennen der Welt, präsentiere ich euch mit der Mongol Rally das verrückteste Autorennen der Welt. Die Regeln: Kauf dir ein Auto. Fahr damit in die Mongolei!
Knapp 900 Abenteurer versuchen die 16 000 km bis zum Ziel durch diverse Zeit- und Klimazonen zu überwinden. Dabei fahren sie ohne vorgegebene Route und ohne Back-up durch die entlegendsten Gegenden unseres Planeten.
Stellt euch vor ihr sitzt fernab von jeglicher Zivilisation in einem Auto, dass sogar eurer Oma peinlich wäre. Motorisierte Dummheit im globalen Maßstab. Dementsprechend verrückt sind auch die Fahrer.
Dabei wird natürlich auch Geld für Wohltätige Zwecke gesammelt. Die diesjährige Rally ist gerade in vollem Gange. Mehr atemberaubende Impressionen davon gibt es hier.
Wer nach Sichtung dieses Clips nicht nach Mittelerde Neuseeland möchte, dem kann ich auch nicht helfen. Aber warum müssen die schönen Urlaubsziele immer so verdammt weit weg sein? Und warum werde ich nie gefragt, ob ich in so einem Imagefilm mitmachen darf?
Egal. Ich sag mal Travelling without moving. Jede Einstellung ein Knaller. Enjoy!
Nebenbei erwähnt: So ein Clip würde ich ja mal gerne über Deutschland sehen.
Als Berliner hat mich das Bergsteigen nie sonderlich interessiert (der Teufelsberg eröffnet einem nicht direkt neue Perspektiven). Das hat sich aber geändert nachdem ich “In eisige Höhen” von Jon Krakauer gelesen habe. Ein Wahnsinnsbuch (noch besser als “Into the wild”) über die fatalste Everestbesteigung aller Zeiten mit zwölf Toten.
Dieses Jahr hat sich Geschichte leider wiederholt und insgesamt elf Bergsteiger kamen bei der Besteigung ums Leben.
Schon 1996 hatte Jon Krakauer vor der zunehmenden Kommerzialisierung der Everestexpeditionen gewarnt. Seit dem hat sich die Lage aber nur noch verschlimmert. So ging 2012 dieses Foto von Bergsteigern um die Welt, die zum Gipfel Schlange stehen. Auch Mark Jenkins stand dieses Jahr anlässlich des 50. Jubiläums der amerikanischen Erstbesteigung über die Westridge auf dem Gipfel. Als Mitglied des National Geographic Teams, wollte er herausfinden wie sich der Berg verändert hat, seit dort quasi ausschließlich kommerzielle Touren angeboten werden.
In diesem hochinteressanten Interview erklärt er wieso Bergsteigen eine Ego-Sache ist, wie die diesjährigen Todesfälle hätten verhindert werden können und warum andere Berge spannendere Erfahrungen bieten. Must read!
Has the mystique of climbing Everest finally been shattered? I hope so, to be honest with you. When climbing the two standard routes on Everest—I have to call it “Everesting” and not “climbing”—the Sherpas do so much now. They put in all the fixed lines. They put in all the cams. They carry the loads. They find the route through the icefall. They find the route up through the Lhotse face. They fix lines from South Col to the summit. That is not typical mountaineering—at least not in the way that most of us who climb a lot admire. You do that stuff yourself. You may have a porter carrying some of your loads or a Sherpa helping you. But you still do hopefully most of the climbing and exploration yourself. And that is not what is happening on Everest. Weiterlesen.
awesomatik adventures
The Mongol Derby Es gibt doch noch echte Abenteuer!
Das Mongol Derby ist das längste und härteste Pferderennen der Welt. Auf den Spuren von Dschengis Khan’s Post-Route geht es auf halbwilden Pferden über 1000 km durch die Mongolische Steppe. Am letzten Freitag sind 34 Teilnehmer aus 14 Nationen gestartet. Zwei Reiter sind mittlerweile wegen Verletzung ausgeschieden. Der Brite Paul de Rivaz hat sich das Schlüsselbein gebrochen, nachdem sein Pferd in ein Erdloch getreten ist. Die norwegische Reiterin Linda Sandvik hat es härter erwischt. Bei einem Abwurf hat sie sich die Hüfte gebrochen und eine Lunge punktiert. Für die Sicherheit der Menschen und Pferde steht vor Ort ein medizinisches Team auf Abruf.
Die Reiter dürfen selbst entscheiden wie sie navigieren. Sie müssen lediglich diverse Stationen passieren und regelmäßig ihre Pferde austauschen.
Das wahnsinnige Rennen kann man live auf der offiziellen Webseite verfolgen. Wagemutige Reiter können sich dort auch für das nächste Jahr anmelden!
Wer hat Fernweh? Dann habe ich hier den richtigen Verstärker. Mein schönstes Erlebnis des diesjährigen Sommers war ohne Zweifel die “Besteigung” des zweitgrößten Vulkans Indonesiens, dem Gunung Rinjani! Da sich meine bessere Hälfte leider nicht bis auf den Gipfel wagen wollte, haben wir die zweitägige Variante mit Übernachtung am Kraterrand auf 2351 Meter gewählt. Von dort hat man eine wunderschöne Aussicht auf den aktiven Vulkan im Vulkan. Nach einer Nacht über den Wolken, hat man morgens freie Sicht auf die drei Gilli Islands und sogar den Gunung Batur auf Bali.
Ein unvergessliches Erlebnis, das ich nur empfehlen kann, so man körperlich fit ist. Der Aufstieg ist definitiv nicht ohne. Zwar nicht wirklich gefährlich (zumindest nicht im Sommer) aber herausfordernd. Einige Wanderer standen kurz vor der totalen Erschöpfung. Abends kühlt es zudem empfindlich ab. Warme Kleidung und festes Schuhwerk sind angesagt.
Nach getaner Arbeit, ruht man am besten seine müden Beine aus z.B. auf den Gilli Islands.
Endlich ist er da! Der volle Trailer für den Mountainbike Film Where the trails ends. Deine Oma fährt vielleicht im Hühnerstall Motorrad aber die Jungs hier sind wirklich unvorstellbar. Derbste Tricks vor exotischster Kullisse (u.a. China, Nepal, Kanada und Argentinien). Von den unglaublichen Skills mal abgesehen, gibt es auch visuell richtig einen auf die Zwölf. Diese Extremsportfilme (siehe auch hier, hier und hier!!!) werden aber auch immer spektakulärer. Da kann Hollywood mal schön zum Nachhilfeunterricht gehen.
Also ich bin früher auch mit dem Mountainbike zur Schule gefahren…
Autana – first ascent in the lost world Leo Houlding- britischer Abenteurer, Kletterass und Basejumper war Anfang des Jahres auf einer Expedition in die tiefen des Venezuelanischen Amazonas, um mit seinem Team (Jason Pickles, Stanley Leary, Alastair Lee, Yupi Rangel und Alejandro Lamus), die Erstbesteigung des Cerro Autana zu wagen. Genauer genommen die Yopo Wall auf dessen Ostseite (400m, E6, 6b, A1).
Doch um zu besagten Berg zu gelangen, musste sich das Team zunächst durch dichtesten Regenwald kämpfen. Neben der 100% tigen Luftfeuchtigkeit, der Hitze und den Regenfällen, haben ihnen vor allem Ameisen, Mücken, Skorpione und Taranteln das Leben schwer gemacht (Der Berg heißt scheinbar nicht ohne Grund Autana).
Wie das Abenteuer ausgegangen ist, könnt ihr ab dem 12. August via HD Download oder auf DVD verfolgen.
Zu beziehen über www.posingproductions.com
Um eine unvergessliche Erfahrung reicher und um fünf Kilo leichter ist der Brite Mike Hall am 4. Juni nach 91 Tagen und 18 Stunden in Greenwich angekommen. Damit bricht er den bis dato gehaltenen Weltumrundungsrekord von Alan Bate (106 Tage) um ganze zwei Wochen. Dafür musste er täglich circa 320 km hinter sich bringen! 9 Fahrradketten sind dabei drauf gegangen.
Neben extremen phyische Strapazen galt es auch mentalen Stress zu überwinden. Aber wie sagt er so schön: Nervenzusammenbrüche kann man auch auf dem Fahrrad haben, dafür brauch man nicht anzuhalten!
In 80 Tagen um die Welt scheint ihm nun ein machbares Ziel zu sein. Also ich werde es nicht versuchen. Lest seine unglaubliche Geschichte hier nach.
In diesem Interview verrät er außerdem welches Material einen um die Welt bringt.
Wenn Holland schon höhentechnisch nichts her gibt, muss man eben kreativ werden z.B. indem man den größten künstlichen Kletterturm der Welt baut! Excalibur heißt er, steht in Groningen und misst satte 37 Meter.
Durch den kurvigen Bau kann man bis zu 11 Meter im Überhang klettern. Das eindrucksvolle Gebäude ist Teil von Bjoeks Climb Center. Mehr Bilder gibt’s hier.
Bin gespannt wie lange Dubai das auf sich sitzen lässt.
Ich habe ja keine Zeit…. Ich würde ja gerne aber wie soll das gehen….Wenn ich könnte…. Hätte ich nicht diesen Job, dann…. Jetzt wo ich Kinder habe….
Mit den ganzen “hätte” und “könnte” bekommt man einen Wal in eine Streichholzschachtel oder wie mein Schwager zu sagen pflegt: Hättiche sind keine Habiche.
Es fällt einem immer leichter in seiner comfort Zone zu verharren und sich im Nachhinein darüber zu beklagen, was man verpasst hat. Aber gerade wir, die in einer demokratischen Wohlstandsgesellschaft leben, haben, aus meiner Sicht, die Verpflichtung unsere Träume zu leben. Trotz aller Freiheiten, fällt es aber den meisten Menschen schwer sich über soziale Zwänge hinwegzusetzen, einen Schritt zurückzutreten und in Ruhe über die eigene Existenz auf unserem blauen Planeten zu reflektieren. Raus aus der Maschine und rein ins echte (einmalige!) Leben.
Das man auch in Deutschland und mit Kind ein tolles und dazu umweltverträgliches Abenteuer erleben kann, beweist das Vater + Sohn Gespann aus dem obigen Video. Die beiden haben sich vorgenommen diesen Sommer mit dem Rad von München nach Garmisch Partenkirchen zu fahren, zu Fuß die Zugspitze zu besteigen und mit dem Kanu zurückzufahren. Ein cooles Projekt, dass man auf ihrem City to summit – Blog mit verfolgen und unterstützen kann.
Lasst euch inspirieren!
Träumen, planen, umsetzen. Das Abenteuer ist machbar, Herr Nachbar!
Ich habe euch hier schon mal die Zwillinge von Berlin2Shangai vorgestellt, die vor knapp einem Monat ihre Drahtesel gesattelt haben, um sich ins Reich der Mitte aufzumachen (I wonder if all of the clothes in China say, ‘Made around the corner.’, Will Ferell). Seitdem haben sie einige Strapazen über sich ergehen lassen müssen, von schlechtem Wetter bis zu verlorenen Papieren. Doch schlimmer geht’s leider immer und so wurden sie vor ein paar Tagen in Kasachstan überfallen. Durch das beherzte Eingreifen eines massiven LKW-Fahrers mit Brechstange konnte Schlimmeres verhindert werden. Der Schock sitzt dennoch tief. Unterstützt die Jungs moralisch oder finanziell auf ihrem Blog. Ein schönes Projekt!
Und wo wir schon “On the road” sind. Hier nochmal der Trailer zur Verfilmung von Jack Kerouacs gleichnamiger Backpacker Bibel (muss ich auch noch lesen):
Der Film hat gerade in Cannes Premiere gefeiert, wo er nur gemischte Kritiken ernten konnte. Unter anderem wird ihm Langatmigkeit vorgeworfen. Da bin ich ja gar kein Fan von. Dabei finde ich den Trailer eigentlich sehr ansprechend. Naja, abwarten und Club Mate trinken.
Es ist wieder soweit. Zum 6. Mal findet vom 16.-17. Juni der lange Tag der Stadtnatur in Berlin statt. Quer durch alle Bezirke wird es für groß und klein jede Menge Angebote geben. Von Fledermausbeobachtungen in Spandau über die Erkundung des verlassenen Spreepark Rummels in Treptow bis zum nächtlichen Rundgang durch den Tierpark Berlin, sollte für jeden etwas dabei sein.
Außerdem gibt es sportliche Aktivitäten (z.B. Paddeltouren, Radtouren, nachtklettern, surfen, Drachenboot fahren), musikalisches (z.B. japanische Bambusflöte, Jazz) Mitmachaktionen (z.B. Korbflechten, Naturfotografie, ökologisches Gärtnern), Führungen in diversen Sprachen (z.B. vietnamesisch, polnisch, spanisch oder türkisch) und vieles, vieles mehr. Das gesamte Programm auf langertagderstadtnatur.de
Ich habe leider keinen grünen Daumen aber ein Herz für Stadtnatur. Hier meine Fotoserie von den Gemeinschaftsgärten auf der Tempelhofer Freiheit.
Der türkisch stämmige New Yorker Aydin Irmak hat genau das vor. Nachdem er durch circa 19 Länder bis nach Nepal geradelt ist, wartet er derzeit auf die Genehmigung sein Fahrrad zumindest bis Camp 4 zu bringen. Klingt erstmal bekloppt aber von der Sorte gibt es am Everest ja genug. Die ganze Geschichte ist aber durchaus interessant und auf outside online nachzulesen. Die diesjährige Everest Saison hat dramatisch begonnen. Letzte Woche hat die Bergführer Organisation Himalayan Experience ihre Klienten aufgrund schlechter Bedingungen im Khumbu Icefall und Lhotse face vom Everest abgezogen. Noch stand niemand auf dem Gipfel, der Berg hat aber schon zwei Todesfälle gefordert. Erst erlitt Bergsteiger Karsang Namgyal Sherpa einen plötzlichen Tod im Basecamp, eine Woche später stürzte Namgya Tshering Sherpa in den Khumbu Icefall, nachdem er sich nicht in das Sicherheitsseil eingehakt hatte. Die 55 000 Dollar, die die Klienten pro Person zahlen mussten, um auf den Gipfel geführt zu werden, werden nicht wieder erstattet, weil das Geld wohl schon für Logistik und Genehmigungen draufgegangen sei. So kann es gehen…
Wer hat In eisigen Höhen von Jon Krakauer noch nicht gelesen? Hier entlang bitte.
A propos Fahrrad. Die Jungs von Berlin2Shanghai sind derzeit kurz vor Kasachstan.
Klettern im Niemandsland
Es gibt Neues vom Kletterwunderkind Alex Honnold (!). Für den Film “Towers of the Ennedi” ist er gemeinsam mit James Pearson und Mark Synnott meilenweit durch die Wüste des Tschad gefahren, wo es turmförmige Felsformationen gibt, die noch nie ein Mensch beklettert hat. Vier Tage entfernt von dem nächsten Krankenhaus gehen sie (teilweise ohne Seil) die Wände hoch. Schaut euch diesen unglaublichen 14minütigen Film an. Wunderschöne Naturaufnahmen. Wahnsinnig gut gedreht. Must watch! Aus meiner Sicht hätten sie ruhig auch die Strapazen und Fehlschläge zeigen können. So wirkt es fast etwas steril und glatt gebügelt. Wahrscheinlich auf Wunsch des Sponsors.
Tolles Konzept: beim 5Point Filmfestival aus Carbondale, Colorado dreht sich alles um das Thema Abenteuer. Die fünf Titelgebenden Punkte sind: Respekt, Hingabe, Demut, Sinn und Gleichgewicht.
Die diesjährige Jury hat nach der Sichtung von 53 Filmen (in drei Tagen) ein interessantes Statement zum letzten Punkt “Gleichgewicht” geäußert:
“We, the jury, were pleased to see so many strong, talented women represented both on screen and behind the lens this year. Yet adventure and adventure film remains largely the province of a male, Caucasian, upper-class culture. We ask adventure filmmakers, artists, photographers, writers, activists, and you, the audience, to help us encourage a greater diversity of participation in the outdoors and to further express these values and dreams through the protagonists in your work.”
Hier ein paar Clips der ausgezeichneten Filme: Obe & Ashima Ein Film über die 9 Jährige Kletterin (ABS Junior national Champion) und ihren Coach Obe Carrion. Beeindruckend!
Freedom Chair Sehr schönes Video von Freeskier Josh Dueck, der nach einem Skiunfall querschnittsgelähmt ist und sich davon nicht abhalten lässt, weiter seine Leidenschaft zu verfolgen.
Kadoma Dokumentarfilm über Hendrik Coetzee, südafrikanischer Autor und Abenteurer, der 2010 auf einem Kayak-trip durch den Congo von einem Krokodil gefressen wurde. Muss ich sehen.
Deep Dive: The Langs Hier zur Abwechslung noch ein Clip, der nichts mit Sport zu tun hat. Die Langs haben ein Jahr Müll gesammelt, der auf einem kleinen Strandstück vor ihrem Haus angeschwemmt wurde und haben daraus wunderschöne Kunstwerke gemacht! Die Musik hätte ruhig weniger kitschig sein können aber sonst top!
Wenn ihr heute aus dem Fenster geguckt habt und dachtet: “Heute ist das Wetter super. Ich schnapp mir mein Mountainbike und werde damit als erster Mensch auf diesem Planeten einen doppelten Rückwärtssalto auf natürlichem Untergrund machen”, dann muss ich euch leider enttäuschen. Denn Paul Basagoiti ist euch da schon zuvorgekommen. Und den Beweis gibt es in folgendem unterhaltsamen Clip (inklusive Fehlversuche).
Leider habe ich auf der Indianerbrücke erst in der Mitte gemerkt, dass ich zu schwer für das Seil bin.
awesomatik Reise Da ganz Europa über Ostern an der Schlechtwetterfront gekämpft hat, haben meine bessere Hälfte und ich beschlossen, dass wir Regen auch in Deutschland genießen können. Und so war ich zu Besuch bei meinen Schwiegereltern in Niedersachsen (Kreis Vechta). Als ignoranter Berliner, hatte ich natürlich noch nie von diesen Ortschaften gehört. Nach intensiven Erkundungstouren, kenne ich mich mittlerweile sogar etwas in der Gegend aus. Mit nordischen Grüßen präsentiere ich euch hier ausgewählte Impressionen vom Goldenstedter Moor (inkl. Barfußerlebnispfad), dem Oldenburger Schloßgarten und den so genannten Dammer Bergen (die noch flacher sind als der Teufelsberg!). Alle Bilder wurden mit der Pentax Kx geschossen.
Crowdfunding ist gerade in aller Munde. Aber um tatsächlich Förderer zu mobilisieren, brauch man schon ein attraktives Projekt und eine kreative Vermarktunsstrategie. Das haben sich auch die Zwillinge und Hansen und Paul gedacht und für ihr Projekt Berlin2Shangai auf der Crowdfunding Plattform Pling geworben. Zu ihrem 30. Geburtstag wollten sie mit dem Drahtesel nach Shanghai radeln und dies für die Spender und Öffentlichkeit multimedial dokumentieren. Tatsächlich haben sie eine gute Summe zusammen bekommen und sind am 6. April aus Berlin gestartet. Das ganze Abenteuer kann man nun zeitnah auf ihrem Blog Berlin2Shanghai mitverfolgen. Derzeit sind sie in Polen und haben sich vorgenommen in den nächsten Tagen 110 km/Tag zu radeln. Schaut mal rein!
Ich bin gespannt wie es weitergeht. Ich kann mich auch schnell für Abenteuer dieser Art begeistern, bin aber schlußendlich doch zu sehr in meinem mentalen Verlies gefangen, um den letzten Schritt zu wagen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ich fange erst mal klein an und fahre heute mit der Mitfahrgelegenheit nach Niedersachsen (dafür hätte ich wahrscheinlich keine Spender bei Pling gewonnen). Auf ins Abenteuer! Wir sehen uns nächste Woche!
Vor nicht allzu langer Zeit hat der Berliner Künstler Aram Bartholl ein offline- Filesharing System entwickelt. Diese sogenannten Dead Drops funktionieren nach dem Modell “toter Briefkasten” und sind nichts anderes als teilweise eingemauerte USB-Sticks, die beliebig im Stadtbild verteilt werden. Jeder, der sich traut kann dort Daten hoch- und runterladen. Nachdem das Projekt zunächst in New York gestartet wurde (wo sonst?) gibt es mittlerweile auch einige Dead Drops in Berlin.
Einer wurde zum Beispiel in der ehemaligen Abhörstation der Amerikaner auf dem Teufelsberg installiert und sollte passend dazu geheime Dokumente aus dem kalten Krieg enthalten.
Diese Daten wollte ich mir mal genauer anschauen. Also Laptop und Kamera eingepackt und auf in den Grunewald.
Nach einem Abstecher in die Kiesgrube (wo ich als Halbstarker mit meinen Freunden oft Party am Lagerfeuer gemacht habe) stand ich nach kurzem Fußmarsch vor der Abhörstation bzw. vor einem dreifachen Absperrzaun. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, wo man amerikanischen Soldaten im Grunewald begegnet ist (als Kind wurde ich dort mal fast von einem Panzer überfahren). Dagegen war diese Hürde eher überschaubar und eine Lücke schnell gefunden. Jetzt musste ich nur noch hier hinkommen:
awesomatik people Soloclimbers Alex Honnold & Dan Osman Im Internet gibt es ja bekanntlich die krassesten Kuriositäten zu sehen. Von schneidiger Parkourakrobatik über verrückte Musikvideos bis hin zu faszinierenden Dokus.
Da muss ein Video schon so richtig gut sein, um noch meine Aufmerksamkeit zu erregen. So geschehen mit folgenden unglaublichen Beiträgen zum Thema Solo-Climbing sprich über Kletterer, die die steilsten Wände ohne Seil hochgehen und deren Leben trotzdem am seidenen Faden hängt.
Ein falscher Griff bedeutet den sicheren Tod. Da schreien natürlich alle direkt “Leichtsinnige Idioten, wie können die nur” und dergleichen. Und viele dieser Extremsportler haben ihre Leidenschaft auch schon mit dem Tod zahlen müssen.
Aber wer sich die folgende Kurzdoku Alone on the Wall anschaut, wird schnell merken dass Typen wie Alex Honnold nix mit Jackass oder ähnlichem Krawall zu tun haben. Es sind im Gegenteil eher meditative Typen, die hochkonzentriert zur Sache gehen. Aber seht (unbedingt) selbst! Feuchte Hände garantiert!
Dan Osman war ebenfalls ein solcher Speed- und Soloclimber, der 1998 bei einem Sturz im Yosemite Nationalpark ums Leben kam.
Hier eine Zusammenstellung von seinen wirklich unfassbaren Experimenten mit dem “kontrollierten” freien Fall! Leider ist die Qualität ziemlich schlecht aber die Aufnahmen sind einmalig!